Eintrittskarten: Veranstaltungen - Musiktheater | BOTENSTOFFE – Nachrichten in Dur und Moll von Sebastian Jakob Doppelbauer und QuadriCor
Ich soll dir sagen sie kommt nicht. Ich soll dir sagen, wie es ist. Normal soll ich es sagen. Nicht zu direkt und auf keinen Fall kitschig. Jetzt muss ich ran. Jetzt bin ich dran. Der Bote. Jetzt steh ich hier vor dir mit diesem Dings. Mit dieser Nachricht.
Was bedeutet es eine Botschaft zu überbringen? In BOTENSTOFFE begegnen sich Schauspiel und Musik auf Augenhöhe. Ein Bote und ein Hornquartett verhandeln zentrale Botenberichte der Literatur neu. Ob Antike, Shakespeare oder alltägliche, private Nachrichten: die scheinbar einfache Aufgabe des Überbringens wird dabei zunehmend zur Herausforderung. Zwischen Wort und Klang, Ernst und Ironie entfaltet sich ein vielschichtiger Theaterabend über die Grenzen des Sagbaren.
Text und Inszenierung: Sebastian Jakob Doppelbauer
Spiel: Sebastian Jakob Doppelbauer, QUARTETT (Jernej Cigler, Damien Muller, Martin Reiser und Anton Oskar Doppelbauer)
Komposition und Arrangement: Jernej Cigler, Kerry Turner, Christoph Eß
Ausstattung: Vanessa Maria Sgarra
Künstlerische Mitarbeit: Nellie Fischer-Benson
„Botenstoffe – Nachrichten in Dur und Moll“ ist ein 2026 entstandenes Musiktheaterstück von Sebastian Jakob Doppelbauer – geschrieben, entwickelt und gespielt in enger Zusammenarbeit mit dem Hornquartett QuadriCor. Das Projekt zeichnet die Suche nach einer eigenen Form des Zusammenspiels von Sprache und Musik aus. Die Hörner sind dabei weit mehr als Begleitung: Sie kommentieren, widersprechen, verstärken oder unterlaufen das Gesagte – und werden so zu eigenständigen Akteuren auf der Bühne. Worte und Klänge stehen gleichberechtigt nebeneinander und eröffnen immer neue Bedeutungsebenen. Auffällig ist der spielerische Zugriff auf das Material: Große Stoffe treffen auf Alltagsbeobachtungen, Pathos kippt in Ironie, und existenzielle Fragen werden mit leichter Hand und feinem Humor verhandelt. So entsteht ein Abend, der sich selbst nicht ganz ernst nimmt – und gerade darin seine Tiefe findet. Ein humorvolles Experiment über Kommunikation, Missverständnisse und die Kraft der Musik.
„Botenstoffe“ ist somit nicht nur ein Stück über das Überbringen von Nachrichten, sondern auch über das Scheitern daran – und über die Schönheit, die genau in diesem Versuch liegt.